Der Kontokorrentkredit wird auch Überziehungskredit (Dispo) genannt. Er ermöglicht dem Bankkunden, mit zum Beispiel überzogenem Girokonto, kurzfristige Liquiditätsengpässe auszugleichen. Dieser Kredit ist gekennzeichnet durch eine sofortige Rückzahlbarkeit. Der Kontokorrentkredit wird nicht, wie andere Kredite, auf einem gesonderten Kreditkonto ausgezahlt, sondern nur auf das Girokonto überwiesen. Der Name Korrentkredit kommt daher, weil das Geld auf einem Bankkontokorrent eingeräumt wird. Hierbei wird ausdrücklich das Girokonto als Kreditkonto geführt.
Die typischste Form hierfür ist der Dispositionskredit. Die Bank stellt dem Kunden eine Kreditlinie zur Verfügung. Die Höhe richtet sich nach dem monatlichen, zur Verfügung stehenden Einkommen. Feste Rückzahlungszeiten werden nicht vereinbart. Der Kunde muss lediglich über den festen Jahreszins und über eventuelle Zinsänderungen unterrichtet werden.
Duldet ein Kreditunternehmen jedoch Überziehungen über den vereinbarten Überziehungsrahmen hinaus, ist es dazu berechtigt, Zinsen über den vereinbarten Zinssatz hinaus zu berechnen. Diese belaufen sich in der Regel auf zusätzlich bis zu vier Prozent. Sollte man also über den Rahmen hinaus über Geld verfügen wollen, sollte man mit der Bank eine Aufstockung besprechen, um die extrem teuren Überziehungszinsen einzusparen.
Mittlerweile gibt es auch noch eine neuere Kreditart, den Vario,- Ideal - oder Abrufkredit. Hierbei handelt es sich um eine Kreditart mit variablem Zinssatz, jedoch festen Rückzahlungsraten. Sind die vereinbarten Tilgungsleistungen erbracht, kann der Kredit jederzeit im Rahmen des vereinbarten Limits, neu in Anspruch genommen werden. Er wird immer, wie auch der Kontokorrentkredit ,nur über das Girokonto abgerechnet. Ein grosser Nachteil ist jedoch ein nicht unerhebliches Zinsrisiko. Diese richtet sich nach der aktuellen Marktlage.
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